Die heutige GARANT SCHUH + MODE AG gilt als größte europäische Verbundgruppe des selbständigen Schuh- und Lederwarenfachhandels in vierzehn europäischen Ländern. Die Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Fachhändler in den Handelsbranchen Schuhe, Sport und Freizeit sowie Lederwaren und Accessoires sind die Ziele dieser Verbundgruppe.
Die GARANT SCHUH + MODE AG und ihre Tochtergesellschaften stellen den Fachhändlern ein umfangreiches, auf ihre Erfordernisse und Besonderheiten zugeschnittenes Serviceangebot zur Verfügung. Dieses umfasst nahezu alle Bereiche der Betriebsführung im Facheinzelhandel wie Finanz- und Bankdienstleistungen, Warenbeschaffung und Sortimentsgestaltung, Marketingkonzepte, Warenwirtschafts- und Informationstechnologie, Marketing Services, Unternehmensberatung, Aus- und Weiterbildung sowie Versicherungsservice. Da die Verbundgruppe etwa 3.600 Mitgliedsunternehmen betreut, ist eine effektive Gestaltung der Kommunikationsvorgänge in der zentralen Verwaltung unabdingbar und bildet einen wichtigen Wettbewerbsfaktor.
Die Zentrale der GARANT SCHUH + MODE AG in Düsseldorf hat Anfang 2007 beschlossen die alte — auf dem Telefon-Kabelnetz basierende — Telefonanlage Siemens Hicom 300 durch eine moderne — IP-basierte — Kommunikationsanlage zu ersetzen. Eine technisch ausgefeilte, sichere und flexible Kommunikationslösung sollte vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Verbundgruppe sichern und den Service für die Verbundsmitglieder bedingungslos gewährleisten.
In erster Linie sollten mit der neuen Kommunikationslösung zukünftige, interne Umzüge vereinfacht und kostensparend gestaltet werden. Auch eine Eingliederung der Telefonie in die EDV-Abteilung wurde unter der Berücksichtigung der Kosten gewünscht. Zukunftssicherheit und Flexibilität sollten durch die IP-Technologie realisiert werden und die angeschlossenen Systemtelefone sollten über Voice over IP (VoIP) realisiert werden.
Aber auch das Thema Ausfallsicherheit wurde schon bei der Planung der zukünftigen Lösung sehr groß geschrieben — vor allem die problemlose Versorgung mehrerer Gebäude sollte sichergestellt sein. Zudem sollten Flexibilität und Erreichbarkeit der Mitarbeiter sowohl innerhalb des Unternehmens als auch weltweit vereinfacht und gewährleistet werden.
Die vorhandene Telefonanlage wurde durch die moderne und leistungsstarke Siemens HiPath 4000 ersetzt. Die gedoppelte Steuerung (2 CPUs im Hauptsystem) und die Realisierung eines weiteren Anlagenteiles, mit eigener CPU, über das IP-Netz in einem weiteren Gebäude der GARANT SCHUH + MODE AG sichern eine hochredundante Lösung. Diese gewährleistet, dass jeder der beiden Anlagenteile den Kommunikationsbetrieb eigenständig aufrechterhalten kann. Aufgrund einer zweifachen Kabel-Zuführung durch den Netzbetreiber kann auch eine doppelte Verfügbarkeit des IP-Netzes, der Telefonanlage und der Amtszuführung gewährleistet werden.
Das Unternehmen hat ein eigenes virtuelles Netz für die Telefonie geschaffen, das sog. Virtual Local Area Network (VLAN), somit war die Umstellung der rund 250 herkömmlicher 2-Draht-Telefone auf die modernen VoIP-Telefone problemlos realisierbar.
Als Endgeräte wurde die Siemens optiPoint 420 Serie gewählt – es handelt sich hierbei um Apparate, die eine problemlose und komfortable Selbstbeschriftung der Anwahltasten ermöglichen. Diese Lösung gewährleistet die Flexibilität der Mitarbeitern von GARANT SCHUH + MODE AG. – durch eine einfache Anmeldung am beliebigen Arbeitsplatz können Sie Ihre Telefoneinstellungen von überall aus nutzen und wie gewohnt arbeiten.
Das Unternehmen hat sich an allen wichtigen Knotenpunkten der Anlage für die modernen und hochleistungsfähigen ProCurve Switche von Hewlett Packard (HP) entschieden. Sehr raffiniert wurde dadurch auch für Notfälle vorgesorgt: Die Endgeräte wurden an die Switche angeschlossen und somit über das Datennetz mit Hilfe von Power over Ethernet (PoE) mit Strom versorgt. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) der Switche sorgt wiederum für problemlose Nutzung der Telefonanlage, auch im Falle eines Stromausfalls.
Eine integrierte LDAP-Schnittstelle garantiert das unproblematische Zugreifen auf alle Unternehmensverzeichnisse und macht eine doppelte Pflege von Datenbanken und Verzeichnissen, sowohl für die Datennetze als auch für die Telefonie, an dieser Stelle überflüssig. Und auch die Administration und Konfiguration der Kommunikationslösung wird über das integrierte und Web-basierte Management für die EDV-Abteilung zum Kinderspiel.
Für die Unabhängigkeit und Mobilität der Mitarbeiter auf dem gesamten Unternehmensgelände wurde mit einer digitalen DECT-Lösung für schnurlose Telefonie vorgesorgt. Eine Lösungsvariante mit der Siemens HiPath Cordless Enterprise 3.0 ermöglicht eine flächendeckende Erreichbarkeit der Mitarbeiter und eine unproblematische Nutzung der am festen Arbeitsplatz gewohnten Leistungsmerkmale. Aber auch die Außendienstmitarbeiter sollten – unabhängig davon wo sie sich befinden – auf die gewohnten Leistungsmerkmale ihrer Arbeitsplätze nicht verzichten. Hierfür fand eine Anbindung von GSM-Mobilfunktelefonen als Nebenstellen der Telefonanlage statt.
Um die Nutzung der Telefonanlage und der Telefone den Mitarbeitern so angenehm wie möglich zu gestalten, hat sich die GARANT SCHUH + MODE AG entschlossen auch einige komfortable Applikationen im System zu integrieren. Der flexible und von jeder beliebigen Windows-Anwendung wählbare Zugriff auf Rufjournale, Nutzung von Anrufleisten sowie Versand von Kurznachrichten wurde als eine CTI-Lösung (Computer Telephony Integration) mit der Firma Estos realisiert. Die Anbindung einer Unified Messaging-Lösung sollte zudem die Nutzung von E-Mail, VoiceMail, Fax und SMS direkt von der gewohnten Microsoft Outlook-Oberfläche an jeden Arbeitsplatz bieten.
Mit der eingesetzten Kommunikationslösung kann die GARANT SCHUH + MODE AG zuversichtlich in die Zukunft blicken und ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit mit folgenden Vorteilen und Nutzen sichern:
Für die Zukunft überlegt das Unternehmen eine Vernetzung anderer Standorte über die Nutzung von WAN-Strecken (Wide Area Network) durchzuführen, um so auch andere Unternehmensbereiche zu integrieren.
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