Unser ITK-Glossar

Begriffe aus der IT- und Telekommunikations-Branche erklärt!

Die grenzenlose,weltweite Kommunikation macht es erforderlich, dass jeder von uns die Begriffe der ITK-Technik, der Administratoren und der User nachlesen kann. Das Glossar von Telefonbau Schneider COMMUNICATIONS ist hierzu die optimale Know How Quelle.

Ihre Verbesserungs- und Erweiterungs-Ideen nehmen wir gern entgegen - mit Ihrer Initiative bleibt dieses Glossar stets aktuell. Bitte informieren Sie uns über Ihre Vorschläge unter Neue Glossar Begriffe - herzlichen Dank für Ihr Untestützung. 

Das ITK-Glossar von A-Z

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z 

SaaS

SAAS ist die Abkürzung für 'Software as a Service'. SaaS ist ein Verkaufsmodell von Software-Anbietern und beschreibt die Bereitstellung von Software über das Internet. Der Anbieter stellt diese nicht nur zur Verfügung, er ist auch für die Wartung und die Administration zuständig. Das SaaS-Modell basiert auf dem Grundsatz, dass die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt werden. Für die Nutzung und den Betrieb zahlt der Service-Auftraggeber eine nutzungsabhängige Gebühr - Pay as use.


SBC

Abkürzung für: Session Boarder Controller
Der Session Boarder Controller (SBC) wird z.B. an den Grenzen zwischen unterschiedlichen IP-Netzen, wie das LAN eines Unternehmen und dem Zugangsnetz eines Internet Telephony Service Providers (ITSP) eingesetzt, um VoIP-Verbindungen zwischen den Netzen zu steuern und zu kontrollieren.


SEN

Abkürzung für: Siemens Enterprise Communications
Die Siemens Enterprise Commuincations GmbH & Co. KG führte als 100%ige Siemens Tochter das Telekommunikationsgeschäft der ehmaligen Sparte ICN (später COM) der Siemens AG fort. In 2008 hat der Investor "the Gores Group" 51% der Anteile von SEN übernommen. Die Siemens AG hält langfristig die verbleibenden 49%. Zu den bekanntesten Marken der SEN gehören Hicom (Produktlinie ist ausgelaufen), HiPath und OpenScape.


SGF

Definition für: SGF Fernmeldetechnik
Die SGF Fernmeldetechnik GmbH in Bochum wurde 2007 von der Telefonbau Schneider GmbH & Co. KG gekauft. Seit 2008 firmiert das Unternehmen unter Telefonbau Schneider GmbH Bochum. Durch den Standort Bochum stärkt Telefonbau Schneider die Präsenz im Ruhrgebiet und im südlichen Niedersachsen.

 


SIMPLE

Abkürzung für: SIP for Instant Messaging und Presence Leveraging Extensions
IETF STandard zur Übertragung von Präsenzinformationen auf der Basis von SIP. Die Kommunikation beim SIMPLE-Protokoll erfolgt Peer-to-Peer. SIMPLE wird u.a. in Unified Communications-Lösungen von AVAYA, Siemens Enterprise Networks, Nortel und Cisco eingesetzt.


SIP

Abkürzung für: Session Initiation Protocol
Es ist ein Netzprotokoll zum Aufbau, zur Steuerung und zum Abbau einer Kommunikationssitzung zwischen zwei oder mehr Teilnehmern. Das Protokoll wird im RFC 3261 (früher RFC 2543) spezifiziert. In der IP-Telefonie ist das SIP ein sehr häufig angewandtes Protokoll. Um ein Internet-Telefonat zu führen, braucht man jedoch mehr als nur SIP. SIP dient lediglich dazu, die Kommunikationsmodalitäten zu vereinbaren bzw. auszuhandeln – die eigentlichen Daten für die Kommunikation müssen über andere, dafür geeignete Protokolle ausgetauscht werden. Hierzu werden das Session Description Protocol (SDP) und das Realtime Transport Protocol (RTP) meistens eingesetzt. Das SIP ist allerdings nicht nur auf Internet-Telefonie beschränkt - die Kommunikationssitzungen können durchaus beliebige Multimediaströme, Konferenzen, Computerspiele usw. sein. Das Design des SIP lehnt sich an das Hypertext Transfer Protokoll an, ist zu diesem aber nicht kompatibel.


SIP-Q

Definition für: QSIG mit CorNet-NQ über SIP getunnelt
Mit SIP-Q wird das QSIG Protokoll (mit der Erweiterung um das Siemens Vernetzungsprotokoll CorNet-NQ) über SIP getunnelt. Mit SIP-Q werde über den SIP Standard zusätzliche Leistungsmerkmale übertragen. SIP-Q wird z.B. bei der Vernetzung des Unified Communications Server OpenScape Voice (früher: HiPath 8000) mit einer HiPath 4000 verwendet.


SLA

Abkürzung für: Service Level Agreement
Definierte Leistungseigenschaften wie etwa Reaktionszeit, Umfang und Schnelligkeit der Bearbeitung z.B. in Serviceverträgen. Auch als Dienstgütevereinbarung (DGV) bezeichnet.


SLES

Abkürzung für: SUSE Linux Enterprise Server
SLES ist eine Linux Distribution, die von Novell vertrieben und supported wird.SUSE Linux Enterprise Server (SLES) richtet sich vorrangig an Unternehmenskunden. Bei vielen Hardwarehersteller wird SLES für die angebotenen Server unterstützt, wogegen für die frei verfügbare SUSE Version (openSUSE) oft keine Unterstützung in Verbindung mit der Serverhardware angeboten wird. SLES kann nur in Verbindung mit entsprechenden Supportverträgen erworben werden. Die OpenScape Office Applikation von Siemens Enterprise Communications (SEN) unterstützt sowohl die normale SUSE Distribution (openSUSE) als auch SLES.


SMB

Abkürzung für: Small Medium Busines
SMB ist eine Bezeichnung für kleine bis mittlere Unternehmen. Je nach Definition handelt es sich dabei um Unternehmen mit einer Größe von bis zu 500 Mitarbeitern. In Deutschland wird dieses Kundensegment auch mit KMU (kleine und mittlere Unternehmen) bezeichnet. SMB Unternehmen haben andere Anforderungen an TK- und IT-Lösungen, als große Unternehmen (Enterprise). Aus diesem Grund unterscheiden sich ITK-Lösungen für SMB-Unternehmen von Lösungen für Enterprise Unternehmen.

Beispiele für Unified Communications- und Telekommunikationslösungen für den SMB-Markt:
Siemens Enterpriese Communications: HiPath 3000, HiPath OpenOffice ME, OpenScape Office
AVAYA: IPOffice
Alcatel-Lucent: OmniPCX Office
Cisco: UCM 500-Serie (Unified Communications Manager für den SMB-Markt)

Beispiele für Unified Communications-und Telekommunikationslösungen für den Enterprise-Markt:

Siemens Enterpriese Communications: HiPath 4000, OpenScape Office UC Voice
AVAYA: ACM (AVAYA Communication Manager)
Alcatel-Lucent: OmniPCX Enterprise
Cisco: UCM (Unified Communications Manager)


SMNP

Abkürzung für: Simple Network Management Protocol (einfaches Netzwerkverwaltungsprotokoll)
Es ist ein Netzwerkprotokoll, das entwickelt wurde, um Netzwerkelemente (z. B. Router, Server, Switches, Drucker, Computer usw.) von einer zentralen Station aus überwachen und steuern zu können. Das Protokoll regelt hierbei die Kommunikation zwischen den überwachten Geräten und der Überwachungsstation. Hierzu beschreibt SNMP den Aufbau der Datenpakete, die gesendet werden können, und den Kommunikationsablauf. SNMP wurde dabei so ausgelegt, dass jedes netzwerkfähige Gerät mit in die Überwachung aufgenommen werden kann. Durch seine Einfachheit, Modularität und Vielseitigkeit hat sich SNMP zum Standard entwickelt, der von den meisten Managementprogrammen als auch Endgeräten unterstützt wird. 


SMS

Abkürzung von: Short Message Service (Kurznachrichtendienst)
Über den SMS Dienst werden Kurzmitteilungen (SMS) über das GSM Netz verschickt. Seit einigen Jahren wurde dieser Dienst auch auf das Festnetz ausgeweitet. Der Dienst muss durchgängig unterstützt werden (vom Endgerät des Sendenden über die Netzanbieter zum Endpunkt). Ist dies nicht der Fall wird die SMS im Festnetz per Outcall (der Empfänger wird vom SMS Dienst angerufen) und Text To Speech (TTS) ausgegeben (der Inhalt der SMS wird vom System vorgelesen). SMS können z.B. über ein SMS-fähiges Endgerät (z.B: GSM Mobiltelefon), über den PC (über Internet SMS-Dienste, SMS-Software oder per Unified Messaging über den gewohnten Email-Client) versendet werden. SMS werden beim Netzbetreiber über das SMSC (SMS Center) vermittelt. Eine PC-Software oder Serveranwendung kann zum SMSC z.B. eine Verbindung per ISDN, X.25 oder TCP/IP aufbauen. Eine weitere Möglichkeit ist die Anbindung eines SMS-Gateways (z.B. GSM-Modem) direkt an den Server. Das GSM-Modem enthält dabei eine oder mehrere SIM-Karten.Eine SMS enthält bis zu 160 Zeichen bei Textnachrichten. Über den Standard EMS (Enhanced Message Service) können längere Textnachrichten verschickt werden, indem mehrere SMS miteinander verknüpft werden. Im TK-Umfeld finden wir SMS z.B. bei der Integration von GSM-Mobiltelefonen in eine Telefonanlage, bei SMS zu DECT oder Systemendgeräten, in Unified Messaging Diensten (UMS) und bei der Alarmierung von Personal (Notdienst, Störmeldungen, usw.).


SMTP

Abkürzung von: Simple Mail Transfer Protocol
Bei SMTP handelt es sich um ein von der IETF definiertes Internetprotokoll (in der Anwendungsschicht) zum Versenden von Emails. SMTP setzt auf TCP auf und nutzt in der Regel den TCP Port 25. Über SMTP kann auf einer einfachen Art und Weise ein Unified Messaging Server an ein Mailsystem angebunden werden und über diesen Weg z.B.: Fax oder Sprachnachrichten (Voicemail) per Email verschicken. Zum Abholen von Emails gibt es Protokolle, wie POP3 und IMAP4.


SOA

Abkürzung: Serviceorientierte Architektur (service-oriented architecture)
SOA ist eine Architektur, die es ermöglicht Dienste in einen Netzwerk zur Verfügung zu stellen, so dass diese von unterschiedlichsten Prozessen genutzt werden können, ohne die Funktionalität jedes Mal neu entwickeln zu müssen. SOA ist einer der Ansätze, mit dem Unified Communications Lösungen in die Geschäftsprozesse eines Unternehmens eingebunden werden sollen.

Unified Communications Lösungen, wie der AVAYA Communication Manager und OpenScape UC Voice (ehemals HiPath 8000) von Siemens Enterprise Communications (SEN) verwenden den SOA Ansatz.


Social Bookmarking

Definition für:  Lesezeichenverwaltung im Internet
Social Bookmarking ist eine Web 2.0 Anwendung. Dabei verwalten die Nutzer Ihre Web-Lesezeichen über Social Bookmarking Dienste, wie Mr. Wong, Delicious, Linkarena, Google Lesezeichen, usw. Lesezeichen können dabei der Community zur Verfügung gestellt werden oder auch als privat gekennzeichnet werden. Die Vorteile von Social Bookmarking Netzen gegenüber der lokalen Leseverzeichenverwaltung im Browser oder Browsererweiterungen, wie Xmarks (vormals Foxmarks) für den Firefox, liegt darin, dass der Anwender seine interessanten Lesezeichen einer großen Gemeinschaft zur Verfügung stellt, bessere Möglichkeit zur Verwaltung von Lesezeichen erhält (Sortierung, Kennzeichnung mit Tags, Suchfunktionen) und er Zugriff auf seine Lesezeichen von jedem belibigen Rechner und Browsern erhält. Die synchronisierten Lesezeichen von Foxmarks können z.B. nur mit dem Firefox genutzt werden.


Software

Definition: Nichtphysischen Funktionsbestandteile eines Computers
Ein Computerprogramm, das als eine Folge von Befehlen definiert wird, die nach Aufnahme in einen maschinenlesbaren Träger fähig sind zu bewirken, dass eine Maschine mit informationsverarbeitenden Fähigkeiten eine bestimmte Funktion oder Aufgabe oder ein bestimmtes Ergebnis anzeigt, ausführt oder erzielt.


SOHO

Abkürzung von: Small Office Home Office
Unter SOHO versteht man im IT-/TK-Umfeld kleine Büros, bzw. kleine Niederlassungen (Small Office) und Heimarbeitsplätze (Home Office). SOHO bezeichnet damit auch ein Marktsegment innerhalb der IT. Im Mittelstand gibt es oft eine oder mehrere große Niederlassungen und mehrere kleine Büros und Heimarbeitsplätze, die in ein Gesamtkonzept mit berücksichtigt werden müssen. Eine typische Anbindung für ein kleines Büro, bzw. ein Heimarbeitsplatz zur Zentrale erfolgt über ein VPN, über das der Zugriff auf die zentrale IT-Infrastruktur erfolgt, als auch die Telefonie abgewickelt wird. Der Teleworker (Mitarbeiter am Heimarbeitsplatz)  kann dabei eine Durchwahl (Nebenstelle) der Zentrale erhalten, so dass er nach Außen auftritt, als ob er im Büro sitzt.


SQL

Abkürzung für: Structured Query Language, Strukturierte Abfragesprache
Es ist eine Datenbanksprache zur Definition, Abfrage und Manipulation von Daten in relationalen Datenbanken. SQL ist von ANSI und ISO standardisiert und wird von fast allen gängigen Datenbanksystemen unterstützt. Es hat eine relativ einfache Syntax und ist semantisch an die englische Umgangssprache angelehnt. SQL stellt eine Reihe von Befehlen zur Definition von Datenstrukturen nach der relationalen Algebra, zur Manipulation von Datenbeständen (Einfügen, Bearbeiten und Löschen von Datensätzen) und zur Abfrage von Daten zur Verfügung. Durch seine Rolle als Quasi-Standard ist SQL von großer Bedeutung, da eine weitgehende Unabhängigkeit von der benutzten Software erzielt werden kann. Die meisten SQL-Implementierungen bieten darüber hinaus allerdings noch herstellerspezifische Erweiterungen, die nicht dem Standard-Sprachumfang entsprechen, was zur Folge hat, dass von den Herstellern parallel entwickelte gleiche Funktionen unterschiedliche Sprachelemente benutzen.


SSO

Abkürzung für: Single Sign ON
Eine Anmeldung für alle Dienste. Mit Single Sign On (SSO) ermöglicht man dem Anwender die Arbeit in seinen Appliaktionen, ohne dass er sich dort jeweils noch einmal anmelden/authentifizieren muss. Mit der Anmeldung am System stehen auch die anderen benötigten Programme für die entsprechende Benutzerkennung zur Verfügung. Der Anwender muss sich nur eine Kombination aus Benutzernamen und Passwort merken.


SSP

Abkürzung für: SIP Service Provider
Auch bekannt als SIP-Trunking, bzw. einem Netzanbieter, der SIP-Trunks zur Verfügung stellt.


STUN

Abkürzung für: Simple Transversal of UDP over NAT devices


Stuxnet

Definition: Stuxnet ist ein Computerwurm, der im Juni 2010 entdeckt und zuerst unter dem Namen RootkitTmphider beschrieben wurde. Das Schadprogramm wurde speziell für ein bestimmtes System zur Überwachung und Steuerung technischer Prozesse (SCADA-System) der Firma Siemens, die Simatic S7, entwickelt.


SUT

Abkürzung für: Lotus Sametime Unified Telephony Server
Zenrale Server Komponente der Unified Communications Lösung von IBM.


Switch

Definition: Eine Weiche, ein Schalter in einem Netzwerk
Eine Netzwerk-Komponente, die mehrere Computer bzw. Netz-Segmente in einem lokalen Netz (LAN) miteinander verbindet. Sie analysiert den Netzwerkverkehr und kann logische Entscheidungen treffen. Ein Switch arbeitet in der Schicht 2 (Sicherungsschicht) des OSI-Schichtenmodells. Im Ethernet schaltet ein Switch die Verbindungen zwischen den Ports anhand der MAC-Adresse. VoIP-Systemtelefone oder SIP-Telefone enthalten heute oft einen 3-Port Switch (eine interne Schnittstelle im Telefon und zwei externe Anschlüsse), um hinter einem Telefon den PC anzuschalten. Nur wenige Hersteller liefern hier auch Telefone mit einer Gigabit Ethernet Schnittstelle (z.B. Siemens mit einer Variante der OpenStage Telefone).


synchrone Ansage

Definition: Ansage, die parallel zum Ruf angelegt wird
Bei der synchronen Ansage handelt es sich um eine Ansage, die parallel zum Ruf (z.B. an einer Vermittlung/Zentrale, einem Agenten, einer Gruppe oder eines Teilnehmers) angeschaltet wird. Das Rufzeichen (Freizeichen) wird für den Anrufer dabei gegen eine Ansage ausgetauscht. Im Vergleich zur Ansage vor Abfragen (AvA) hat die synchrone Ansage den Vorteil, dass der Anrufer sich nicht erst die komplette Ansage anhören muss, sondern aus dieser herausgerissen werden kann, sobald der Angerufene Teilnehmer das Gespräch annimmt. An einer Siemens Hicom 300 / HiPath 4000 Telefonanlage wird eine synchrone Ansage über die TMOM2 Baugruppe und speziellen Ansagegeräten (z.B. Beyertone Musiphone NextLevel) realisiert.


System 12

Definition: digitale Vermittlungsstelle der Firma SEL
Das System 12 ist die digitale Vermittlungsstelle (DIV) der Firma SEL. Ein Mitbewerber des System 12 war die Firma Siemens mit den EWSD Systemen. Das System 12 wurde nach der Übernahme von SEL durch Alcatel auch als Alcatel 1000 vermarktet. Im gewerblichen Bereich gab es Telefonanlagen von SEL unter der Bezeichnung System 12B (z.B. die Serie SEL 56xx).