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Glossar

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E.164

Definition: Internationales Rufnummernschema nach ITU-T
Das Rufnummernschema E.164 bildet das Regelwerk für internationale Rufnummern, definiert durch die ITU-T. E.164 definiert auch die Landesvorwahlen (CC, Country Codes) über die die Länder im Telefonnetz zu erreichen sind. Für Deutschland ist der Country Code z.B. die 49. Eine E.164 Rufnummer besteht aus drei Teilen, dem Country Code (CC, z.B. 49 für Deutschland), dem Identification Code (IC, z.B. 211 für Düsseldorf)/Ortsnetzkennzahl und der Subscriber Number (SN, z.B. 250060 für Telefonbau Schneider)/Teilnehmerrufnummer. Im ISDN Protokoll (Euro-ISDN und QSIG) kann ein Ziel mit dem impliziten Rufnummernformat (so wie gewählt wird, inkl. Präfixe) oder im expliziten Rufnummernformat (mit dem E.164 Rufnummernhaushalt) adressiert wird. Das E.164 Rufnummernformat wird verwendet, wenn der Wert für NPI gleich 1 (ISDN) ist. Die Rufnummer wird dann über den TON (Type of Number) und der folgenden Rufnummer bestimmt. Die Rufnummer +49 211 250060 kann aus dem Ortsnetz Düsseldorf (0211) dann z.B. auf drei verschiedene Arten adressiert werden:

  • TON = International: 49211250060
  • TON = National: 211250060
  • TON = Subscriber: 250060

Alle drei Arten adressieren das Ziel korrekt und eindeutig.

E1

Definition: PCM Schnittstelle mit 2.048 kBit/s
Bei der E1-Schnittstelle handelt es sich um die in Europa gebräuchliche ISDN-Primärmultiplex-Schnittstelle mit 2.048 kBi/st (im Gegensatz zur T1 Schnittstelle mit 1.544 kBit/s, die z.B. in den USA zur Anwendung kommt). Die E1 Schnittstelle kann sowohl strukturiert (G.704, mit n x 64kBit/s Kanälen) als auch unstrukturiert (G.703) realisiert werden. Andere Bezeichnungen für E1 sind z.B. S2M, PMX und PRI. Eine ISDN-S2M-Amtsleitung über die E1-Schnittstelle ist in Europa strukturiert (G.704) und bietet 30 B-Kanäle mit je 64 kBit/s. Eine E1 kann auf Schicht 1 physikalisch unsymmetrisch über Koax (75 Ohm Impedanz) und symmetrisch (120 Ohm Impedanz) realisiert werden. Eine weitere Variante ist die Anschaltung über Lichtwellenleiter (LWL).

ECSTA

Definition: Middleware zu Umsetzung von CSTA auf TAPI
ECSTA ist eine Middleware vom Hersteller Estos, die das CSTA-Protokoll diverser Telefonanlagen auf die Microsoft TAPI-Schnittstelle umsetzt.Die ECSTA Software stellt einen 3rd-Party-TSP zur Verfügung. Mit der Zusatzsoftware Estos TAPI-Server, welche auf ECSTA aufsetzt, kann über das Netzwerk die TAPI an den PC-Arbeitsplätzen zur Verfügung gestellt werden.

Die ECSTA-Middleware ist für folgende Telefonanlagen erhältlich:

  • Estos ECSTA 2.0: Siemens HiPath 2000, HiPath 3000/5000, HiPath OpenOffice EE/ME
  • Estos ECSTA 4000: Siemens HiPath 4000 (CAP Lizenzen notwendig)
  • Estos ECSTA für Alcatel OmniPCX Office, Alcatel 4400, Alcatel OmniPCX Enterprise
  • ECSTA für Ericsson Businessphone, Ericsson MD110

ECT

Abkürzung: Explicit Call Transfer
Bei ECT handelt es sich um ein Leistungsmerkmal im ISDN, bei dem zwei Verbindungen, die das gleiche ISDN Bündel belegen, über den D-Kanal im Ursprungssystem (z.B. im Amt oder einem anderen Telefonsystem) zusammengeschaltet werden. Die Kanäle sind danach wieder frei. Ohne ECT erfolgt die Zusammenschaltung der Verbindung im eigenen System, so dass eine vermittelte Verbindungen zwei ISDN-Kanäle belegt, obwohl kein Gesprächspartner im eigenen System mehr beteiligt ist. Externe Applikationen, wie z.B. ein über ISDN angeschaltetes IVR-System sollten möglichst Gespräche per ECT (muss von der Telefonanlage unterstützt werden) verbinden, da sonst für die Dauer des Gespräches unnötig Resourcen benötigt werden.

EOL

Abkürzung: End of Life
Mit End of life (EOL) werden Produkte bezeichnet, die vom Hersteller nicht mehr produziert werden. Der Wegfall der Herstellerunterstützung (Service, Fehlerbehebung, Patche, usw.) wird auch als OOS (out of support) bezeichnet.

Erlang

Definition: Eine Hilfsmaßeinheit für den Verkehr in einem Kommunikations-Netz (Erl.)
Benannt nach Agner Krarup Erlang, der sich mit Warteschlangenproblemen in der Telefonie auseinandersetzte. Ein Erlang entspricht der dauerhaften vollen Auslastung eines Nachrichtenkanals oder einer anderen Ressource. Üblicherweise wird Erlang in der Praxis über einen Beobachtungszeitraum von einer Stunde berechnet. Dem entsprechend ist die Belegung eines Sprachkanals über eine Stunde gleich einem Erlang.

ERP

Abkürzung für: Enterprise Resource Planning
Unter Enterprise Resource Planning (ERP) Systemen versteht man Softwarelösungen zur Steuerung von betrieblichen Geschäftsprozessen (z.B. Warenwirtschaft). SAP ECC (Nachfolger von SAP/R3) ist ein prominenter Vertreter eines ERP-Systems. In Telekommunikationslösungen erfolgt eine Integration in ERP Systeme z.B. über eine Unified Messaging Lösung (UMS), z.B. für die Realisierung von Fax aus dem ERP System und/oder CTI zur Wahl aus der ERP Lösung.

Abkürzung für: Error Recovery Procedure
Kommunikationsprotokollen Wiederaufsetzprozedur nach einem erkannten Fehler.

ESPA 4.4.4

Definition: serielle Schnittstelle zur Ansteuerung von Personensuchanlagen (PSA)
Die ESPA 4.4.4 Schnittstelle wurde 1984 von der European Selective Paging Manufacturer's Association (ESPA) zur Ansteuerung von  Personensucheinrichtungen (PSE) definiert und wird mittlerweile auch zur Anschaltung von Lichtrufanlagen verwendet. Über die ESPA 4.4.4 wird z.B. ein an der Lichtrufanlage ausgelöster Ruf zu einer Telefonanlage übertragen. Dieser Ruf kann dann z.B. auf den Displays einer Gruppe von Telefonen signalisiert werden. Es gibt Telefonanlagen, die die ESPA 4.4.4. direkt unterstützen. Andere Telefonanlagen benötigen einen Alarmierungsserver, der die Informationen der Lichtrufanlage entgegennimmt und über andere Schnittstellen an die Telefonanlage weiter gibt.

Ethernet

Definition: Kabelgebundene Datennetztechnologie für lokale Datennetze
Ethernet ermöglicht den Datenaustausch in Form von Datenrahmen zwischen allen in einem lokalen Netz (LAN) angeschlossenen Geräten. Nur in seiner traditionellen Ausprägung erstreckt sich das LAN dabei nur über ein Gebäude. Ethernet-Technologie verbindet heute auch Geräte über weite Entfernungen.

EVM

Abkürzung: Entry Voicemail
Unter EVM versteht man die kleinen integrierten Voicemail-Lösungen der Siemens Hipath 2000 ab Version V1.0 (Hipath 2030) und Siemens Hipath 3000 ab Version V5.0 (HiPath 3300/3350, HiPath 3500/3550) Telefonanlagen. Bei der EVM handelt es sich um eine integrierte Hardwarelösung im System. Eine HiPath 3000 mit einer Softwareversion kleiner als V5.0 erhält nach der Hocrüstung auf V5.0, V6.0 oder V7.0 zwar die aktuellen Leistungsmerkmale, allerdings ohne EVM. Die EVM bietet 2 Kanäle für den gleichzeitigen Zugriff, bis zu 24 Voiceboxen, eine Gesamtkapazität von 120 Minuten, eine Auto-Attandant Funktionalität und Ansage/Musikeinspielung vor dem Melden. Als größere Lösung steht alternativ zur EVM die IVM (Xpressions Compact) zur Verfügung.

EVN

Abkürzung für: Einzelverbindungsnachweis
Auflistung der Verbindungsdaten von Telefongesprächen, die auf Wunsch vom Netzbetreiber (Festnetz oder Mobilfunk) an den Kunden weitergeleitet wird, damit dieser einen Nachweis über die abgerechneten Verbindungen erhält.

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