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Übermittlung der Rufnummer des Anrufers zum externen Umleitungsziel

Anrufumleitung extern an einer Telefonanlage

Beispielsituation

  • Rufnummer der Telefonanlage: 0211 / 4711 – 0 (mit Durchwahlen von 100-599)
  • Interner Teilnehmer, der zum Handy umgeleitet hat: -100
  • Interner Anrufer, der die umgeleitete Nebenstelle anruft: -200
  • Umleitungsziel (externes Handy): 0172 / 333 0815
  • Externer Anrufer: 0221 / 22 33 44

  

Problemstellung

 Wird an einer Telefonanlage eine Nebenstelle/Durchwahl extern umgeleitet und von extern (über Amt) angerufen(z.B. zum Handy/Mobiltelefon), dann wird bei Anrufumleitungsziel ohne weitere Maßnahmen nicht die Rufnummer des Anrufers übertragen, sondern eine Rufnummer der Telefonanlage. In der Regel ist dies die im Amt voreingestellte „Zentralrufnummer“ (-0).

 Intern Anrufe, die zu dem externen Ziel umgeleitet werden, werden korrekt angezeigt.

Beispiele zur Problemstellung:

 a) Externer Teilnehmer 0221 / 22 33 44 ruf die, zur 0172 / 333 0815 umgeleitete, Rufnummer 0211 / 4711 – 100 anIm Display des Handys wird als Anrufer die Rufnummer 0211 / 4711 – 0 und nicht die 0221 / 22 33 44 angezeigt.Der Angerufene erkennt im Handydisplay und in seiner Anruferliste nicht, wer ihn angerufen hat.

 b) Interner Teilnehmer -200 der Telefonanlage ruft den umgeleiteten Teilnehmer 0211 / 4711 – 100 an.Im Display des Handys wird die Rufnummer des Anrufers 0211 / 4711 – 200 richtig angezeigt.

 
Erläuterung

 

 Warum ist dies so?

 Die Telefonanlage übermittelt zum Amt als Calling Number (die Rufnummer des Anrufers) die wirkliche Rufnummer des Anrufers. Im Fall a) die 0221 / 22 33 44 und im Fall b) die 0211 / 4711 – 200. Das Amt lässt in der Grundeinstellung als Calling Number aber nur Rufnummern aus den Rufnummernhaushalt der Telefonanlage zu, hier Rufnummern von 0211 / 4711 (-0 bis -599). Rufnummern, die nicht aus diesem Bereich stammen, wie im Fall a) werden vom Amt nicht übermittelt und durch die voreingestellte Rufnummer der Zentrale ersetzt.

Lösungsmöglichkeiten

 

  1. CLIP NO SCREENING

    Für das Amt der Telefonanlage wird beim Netzanbieter das Leistungsmerkmal CLIP NO SCREENING beantragt (meistens kostenpflichtig; monatliche Gebühr). Mit CLIP NO SCREENING wird nun die Rufnummer vom Amt ohne Prüfung weitergereicht, so, wie sie von der Telefonanlage übertragen wird. D.h., im Fall a) wird nun die übertragenen Rufnummer (CLIP) des Anrufers korrekt übertragen. Im Display des Umleitungsziel wird die gewünschte Rufnummer des externen Anrufers angezeigt, 0221 / 22 33 44.

  2. Umleitung als ISDN-Leistungsmerkmal im Amt

    Im Normallfall wird die externe Anrufumleitung durch die Telefonanlage realisiert, in dem für die Anwahl des Umleitungsziels ein separates Gespräch mit einem zweiten Kanal aufgebaut wird. Mit dem ISDN Leistungsmerkmal Anrufumleitung im Amt -> CD(RP) = CALL DEFLECT (PARTIAL REROUTING), wird die Umleitung nun zum Amt über den D-Kanal signalisiert. Die Umleitung wird dann durch die Vermittlungsstelle (Amt) durchgeführt. Die Kanäle auf der Amtsleitung zur Telefonanlage bleiben frei.Nachteile dieser Methode sind: Die Telefonanlage verliert die Kontrolle über das Gespräch. Eine Gebührenerfassung ist innerhalb der Telefonanlage nicht mehr möglich. Wurde CD(PR) in der Vermittlungsstelle nicht freigeschaltet, wird die Anrufumleitung gar nicht durchgeführt, auch nicht über die Telefonanlage.

  3. Einbindung des GSM-Handys als Nebenstelle

    Moderne Telefonanlagen bieten mit dem Leistungsmerkmal Fixed Mobile Convergence (FMC) heute die Möglichkeit, GSM-Mobiltelefone als Nebenstelle der Telefonanlage einzubinden. Am Mobiltelefon werden alle Informationen, wie bei einer internen Anrufumleitung angezeigt. Je nach Leistungsspektrum der FMC Funktionalität stehen dem Anwender am GSM-Handy zusätzlich die Möglichkeiten der Telefonanlage zur Verfügung (z.B.: Makeln, Rückfrage, Konferenz, intern verbinden, usw.). 
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