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Voice over IP (VoIP) Leitfaden

Voice over IP... ja, aber sicher

Viele Gründe sprechen heute dafür Voice over IP (VoIP) im Unternehmen einzusetzen. Die Anwendungsfälle dafür sind vielfältig, wie z.B.

  • Verbesserung der Prozesse im Unternehmen (Arbeitsgruppen werden bei Bedarf gebildet und über die freie Wahl des Arbeitsplatz abgebildet; ....),
  • optimierte Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen (Mitarbeiter können standortübergreifend zu Funktionseinheiten zusammengefasst werden und bei Überlast an einem Standort aushelfen; ...),
  • erhöhte Mobilität (Einbindung von Heimarbeitsplätzen und mobilen Mitarbeitern in eine Gesamtlösung),
  • Kostenoptimierung (Server, Applikationen werden an einem Standort realisiert und nicht mehrmals angeschafft; Applikationen werden zentral betreut; eine Verkabelung für Sprache und Daten im Haus; eine Fachabteilung für Telekommunikation und IT; ...)
  • Gebührenoptimierung (Gespräche werden über die „Internettelefonie“ günstig abgewickelt; vorhandene VPN-Netze werden für die Telefonie mit genutzt; Least Cost Routing zwischen ISDN-Leitungen und VoIP-Netzanbietern...),
  • Erhöhung der Servicequalität (VoIP basierte Call Center binden auch Agenten/Mitarbeiter an anderen Standorten mit ein; ...),
  • usw.

Die Anforderungen kommen dabei von den unterschiedlichsten Abteilungen im Unternehmen, wie Geschäftsführung, Controlling, Vertrieb, Technik, IT, ...

Damit ein Voice over IP Projekt seine Ziele auch erreicht ist es wichtig, dass es professionell geplant und umgesetzt wird. Eine ISDN-Telefonanlage erreicht sehr einfach eine Verfügbarkeit von 99,99% und mehr. Diese Vorgaben sind auch im Voice over IP Umfeld zu realisieren. Dazu muss aber einiges beachtet werden. Unser Voice over IP Leitfaden soll hier einen kleinen Einstieg bieten.


Verfügbarkeit einer Voice over IP (VoIP) Lösung


Stromversorgung

Eine ISDN-Telefonanlage wird an einer zentralen Stelle (Anlagenraum) mit Strom versorgt und kann dort auch gegen Stromausfall gesichert werden, z.B. mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV), Batterien oder in besonderen Fällen sogar mit einem Notstromaggregat. Die Systemtelefone werden über das passive Kabelnetz über die zentrale Telefonanlage versorgt.

Bei einer VoIP-Lösung muss außer dem zentralen VoIP-Server auch alle wichtigen dezentralen Komponenten gegen Stromausfall und Überspannung geschützt werden. Statt dem passiven Kabelnetz müssen die aktiven Bauteile, wie Switche und Router ebenfalls mit einer USV abgesichert werden. Ein VoIP-Telefon muss entweder lokal über ein Steckernetzgerät gespeist werden oder direkt über das Netzwerk mit Power over Ethernet (PoE). In einer professionellen Installation empfiehlt sich der Einsatz von PoE. Hier kommen Switche mit PoE-Modulen oder PoE Hubs zum Einsatz. Wenn das eingesetzte Telefon die PoE Class nicht mit dem PoE Switsch aushandelt, reserviert der PoE Switch die maximale Leistung von 15,4 Watt. Die marktüblichen Switche können in der Regel nicht alle Ports mit der maximalen Leistung von 15,4 Watt versorgen. Abhilfe schafft hier eine manuelle Konfiguration der bereitgestellten Leistung. Bei der Planung einer VoIP-Infrastruktur muss also im Vorfeld geklärt werden, welche Leistungsaufnahme die VoIP-Telefone benötigen, ob die VoIP-Telefone die PoE Klasse aushandeln, ob die Switche manuell konfiguriert werden können und für die benötigte Leistung ausreichend dimensioniert sind. In jedem Etagenverteiler, der Switche mit angeschalteten VoIP Telefonen enthält, muss eine USV eingeplant werden.

 

Redundantes Netzwerk

Ein Ethernet, das für Voice over IP genutzt wird muss entsprechend redundant ausgelegt sein. In einer sternförmigen Installation mit vielen Single Points of Failure (SPOF) wird eine 99,99%ige Verfügbarkeit nicht zu erreichen sein. Bei einem sicheren und redundanten Voice over IP (VoIP) Konzept muss auf die Verfügbarkeit der Netzinfrastruktur besonders geachtet werden. Eine VoIP-Lösung, die mehrere hundert Teilnehmer auf  eine VoIP-Gateway terminiert schafft ebenfalls einen SPOF. Auch einzelne VoIP-Komponenten, wie VoIP-Gateways, die zentrale Steuerung, usw. können redundant ausgelegt werden.

 

Netwerkanalyse

„Mein Netzwerk funktioniert,... Ja, für Daten. TCP ist ein fehlertolerantes Protokoll welches Fehler im Netzwerk selbst ausgleicht (Pakete werden erneut gesendet, unterschiedliche Laufzeiten oder lange Laufzeiten fallen den Anwender von Datenanwendungen nicht unbedingt auf). Eine Netzwerkanalyse für Voice over IP (VoIP) ist also Vorraussetzung für ein gelungenes Projekt.

 

Netzwerkkonfiguration

Für eine sichere Funktion der Voice over IP Lösung gibt es einige Punkte, die zu beachten sind. Die Trennung von Sprache und Daten in eigene VLAN´s (tagged VLAN´s) wird von uns empfohlen. Ein Broadcast-Sturm im Datennetz hat dann keinen direkten Einfluss auf die VoIP-Anwendung. Im Netzwerk muss ebenfalls Quality of Service (QoS: IEEE 802.1p auf Schicht 2 und DiffServ auf Schicht 3) durchgängig konfiguriert sein (End-to-End-QoS).

 

WAN Strecken

Der Betrieb von Außenstellen muss auch beim Ausfall der WAN Strecken sichergestellt werden. Hier können verschiedene Technikern zum Einsatz kommen, wie ISDN-Backupleitungen oder auch lokale Gateways, die die Grundfunktionalität bei Ausfall der WAN-Strecken, wie Basiccall aufrechterhalten.


Fazit

Das erreichen der Ziele, von dem ein Voice over IP Projekt getrieben wird, ist einer professionellen Planung, Analyse und Umsetzung möglich. In einer Kosten- Nutzen-Analyse müssen auch Faktoren, wie erhöhte Investition in die Infrastruktur, höherer Stromverbrauch mit einfließen. Positiv berücksichtigt werden müssen Faktoren, wie niedrigere Betriebskosten, z.B. durch geringeren Aufwand bei Änderungen/Umzügen (Moves, Adds and Changes). Das Team von Telefonbau Schneider unterstützt Sie bei allen Phasen Ihrer neuen VoIP-Lösung. Von der VoIP-Beratung, VoIP-Planung, bis zur Umsetzung.
 

BerlinDüsseldorfKölnFrankfurtMünchenZürichBochum

Voice over IP im Unternehmen ?!

"kostenlos Telefonieren",
"Internettelefonie",
"Gebühren sparen",
"1-Cent-Telefonie",
"Skype",
...

???

oder eher


"Optimierung von Geschäfsprozessen",
"verbesserte Nutzung von Resourcen",
"neue Geschäftsfelder",
"Erhöhung der Erreichbarkeit",
"Investitionsschutz",
...

???

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